3R und Tierwohl: Einblicke in Tierforschung und Alternativmethoden
Die Universität Zürich und die ETH Zürich laden in Zusammenarbeit mit Life Science Zurich Gymnasialklassen sowie weitere interessierte Personengruppen dazu ein, einen direkten Einblick in die Forschung mit Tieren zu erhalten. Neben Laboren, in denen mit Tieren gearbeitet wird, öffnen auch weitere Einrichtungen ihre Türen – etwa das Laboratory Animal Services Center, das für die Zucht, Haltung und Betreuung von Labormäusen und -ratten verantwortlich ist. Darüber hinaus können Forschungseinheiten besucht werden, die an Alternativen zu Tierversuchen arbeiten und die 3R-Prinzipien (Replace, Reduce, Refine) umsetzen, um belastungsärmere und verantwortungsvolle Forschungsansätze weiterzuentwickeln.
Die Führungen zeigen, wie Forschung mit Tieren gesetzlich geregelt ist, wie Tierwohl im Forschungsalltag konkret umgesetzt wird und wie die Hochschulen Fortschritte hin zu verantwortungsvoller Forschung unter Berücksichtigung des Tierwohls unterstützen. Gleichzeitig bleibt Raum für Austausch sowie für Fragen der Besucherinnen und Besucher.
Folgende Labore und Zentren öffnen ihre Türen für Besucher*innen
UZH Laboratory Animal Services Center: Zucht und Haltung von Labortieren
Das Labortierzentrum LASC ist das zentrale Kompetenzzentrum der Universität Zürich für die Zucht, Haltung und Betreuung von Labortieren. Es bietet modernste Tierhaltungen mit sehr hohen Hygiene- und Haltungsstandards für rund 65’000–75’000 Labortiere, meist Nager. Das LASC unterstützt Forschende zu Fragen der Pflege und dem Einsatz von Versuchstieren sowie der Tierhaltung und Veterinärmedizin. Im Zentrum des Engagements der fast 100 Mitarbeitenden aus Tierpflege, Veterinärdienst, Logistik, IT und Administration steht das Wohlergehen der Labortiere.
- Ort: Wagistrasse 13a, UZH Campus Schlieren
- Dauer: ca. 2.5 Stunden
- Gruppengrösse: max. 8 Personen
- Daten: nach Anfrage
- Mehr zum LASC hier
UZH Institut für Molekulare Biologie - Neurobiologie: Menschliche Krankheiten mit Zebrafischen erforschen
Sie sind nur wenige Zentimeter lang und wirken unscheinbar, doch für die Grundlagenforschung sind sie von unschätzbarem Wert: Zebrafische. Der Neurobiologe Stephan Neuhauss nutzt sie als Modellorganismen, um grundlegende biologische Prozesse wie die Augen-entwicklung sowie Krankheiten des Sehapparates und des Gehirns zu erforschen.
- Ort: UZH Campus Irchel
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Gruppengrösse: 1 Klasse à ca. 20 Personen, Fischraum-/Laborführung in Gruppen von max. 8 Personen (parallele Führung für 2 bis 3 Gruppen möglich)
- Daten: jeweils an einem Mittwochnachmittag, Termin nach Wunsch
- mehr zum Institut hier
UZH Institut für Phamakologie: Grundlagenforschung zum Energiestoffwechsel im Gehirn bei Mäusen
In der Forschungsgruppe für Experimentelle Bildgebung und Hirnstoffwechsel wird untersucht, wie Nevernzellen ihren grossen Hunger decken, welche welchen Zellen sie dabei unterstützt werden, und welche Rolle der Blutfluss spielt. An Mäusen mit implantierten kleinen Fenstern untersuchen Forschende mittel hochauflösender Mikroskopie unterschiedliche Prozesse, um unser grundlegendes Verständnis dieser Vorgänge zu verbessern und zu verstehen, was geschieht, wenn diese Prozesse gestört sind.
- Ort: UZH Campus Irchel
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Gruppengrösse: max. 8 - 12 Personen, Laborführungen in kleineren Gruppen von 4-5 Personen
- Daten: nach Anfrage
- Mehr zur Forschungsgruppe hier
ETH Gruppe für Tierernährung am AgroVet-Strickhof – Ernährungsphysiologie und Stoffwechsel von Nutztieren
Die ETH Gruppe für Tierernährung am Agrovet Strickhof in Lindau untersucht die Ernährungsphysiologie, den Stoffwechsel und die Fressstrategien von Nutztieren mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Tiergesundheit und effiziente Ressourcennutzung. Besucher erhalten Einblicke in laufende Experimente, Analysemethoden und interdisziplinäre Forschung, die Tierwissenschaften, landwirtschaftliche Systeme und Umweltauswirkungen miteinander verbindet. Die Führungen umfassen ausgewählte Labor- und Forschungsbereiche und bieten die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Wissenschaftlern. Die Führungen finden in der Regel auf Englisch statt, sofern nicht ausdrücklich Deutsch gewünscht wird.
- Ort: AgroVet-Strickhof, Eschikon 27, 8315 Lindau (ZH)
- Dauer: 2.5 Stunden
- Gruppengrösse: in der Regel 10-15 Teilnehmende, Grössere Gruppen können je nach Thema und verfügbaren Räumlichkeiten in kleinere Gruppen aufgeteilt werden.
- Daten: nach Anfrage
- mehr zur Gruppe für Tierernahrung hier: Link