Warum Nieren Steine bilden

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Unsere Nieren sorgen dafür, dass die im Blut enthaltenen Salze und Mineralstoffe zu den Zellen kommen und der ph-Wert und der Sauerstoffgehalt stimmen. (Bild: iStock / adventtr)

Unsere Nieren filtern täglich 36-mal unser gesamtes Blut. Wie die Nieren diese Herkulesaufgabe bewältigen, das untersucht der erfolgreiche Nationale Forschungsschwerpunkt Kidney.CH – dessen Gesamtleitung die UZH innehat. Nierenspezialistinnen und -spezialisten der Universitäten Zürich, Basel, Genf, Lausanne und Bern und diverser Spitäler haben sich im Forschungsverbund zusammengetan, um die Prozesse in den Nieren auf der molekularen und genetischen Ebene besser zu verstehen. Sie untersuchen insbesondere die Sauerstoffregulation mittels dem natürlichen Hormon EPO und wie die Nieren die Mineralstoffe und die Basen/Säuren im Gleichgewicht halten. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Frage, weshalb manche Nieren Steine bilden und andere nicht und wie die beste Prävention aussieht.

Menschen, deren Nieren Steine bilden, weisen in 60 Prozent der Fälle eine genetische Veranlagung dafür auf. Nun versucht eine gross angelegte Untersuchung,Schweizer Nierenstein-Kohorte genannt, zu klären, ob und wie weit eine nierenfreundliche Ernährung und ein aktiver Lebensstil die genetische Veranlagung zu kompensieren vermag. Diese Schweizer Nierenstein-Kohorte ist weltweit eine der umfassendsten Untersuchungen zu Nierensteinen.Sie startete vor sechs Jahren und soll noch bis ins Jahr 2022 Patientinnen und Patienten untersuchen.

Für die Schweizer Nierenstein-Kohorte werden insbesondere für die Kontrollgruppe noch gesunde Personen gesucht. Gesund bedeutet in diesem Fall: Männer oder Frauen, die keine Nierensteine hatten.Die Personen der Kontrollgruppe werden nach der gleichen Methode abgeklärt wie die Nierenstein-Patienten (Blut, Urin, Ernährungsprotokoll), und die gewonnenen Proben werden ebenfalls anonymisiert in einer Biobank aufbewahrt und ausgewählten Forschungsprojekten zur Verfügung gestellt.
Informationen und Kontakt: NCCR Kidney.CH, Universität Zürich, Winterthurerstrasse 190, Tel. 044 635 52 16, info@NCCR-Kidney.ch, www.nccr-kidney.ch

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Silvie Cuperus

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