Weizen-Resistenzgen schützt auch Mais und Gerste gegen Pilze

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Von Maisbeulenbrand befallener, nicht-transgener Mais im Feld. (Bild: UZH)

Pflanzenforschende der Universität Zürich haben transgene Mais- und Gerstenlinien entwickelt, die dank dem Lr34-Resistenzgen aus Weizen widerstandsfähiger gegen mehrere Pilzkrankheiten sind. Nach den erfolgreichen Versuchen im Gewächshaus wollen die Wissenschaftler die Pflanzen nun im Freiland prüfen: am Agroscope-Standort in Zürich-Reckenholz.

Die Gruppe von Beat Keller, Professor am Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie der Universität Zürich (UZH), erforscht seit vielen Jahren das Immunsystem von Getreidesorten, mit dem sich die Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten zur Wehr setzen. Ziel ist, die vielfältigen Wechselwirkungen von Pflanzen und Pathogenen besser zu verstehen. Gleichzeitig können die widerstandsfähigeren Linien in der Pflanzenzucht genutzt werden, da Pilzkrankheiten häufig zu grossen Ernteverlusten führen.

Das Resistenzgen Lr34 wird weltweit seit mehr als einem Jahrhundert intensiv in der Zucht und dem Anbau von Weizen genutzt. Trotzdem haben sich die Pilzerreger bisher noch nicht an die Resistenz angepasst – Lr34 ist also nach wie vor wirksam. «Primäres Ziel der geplanten Feldversuche ist, die Funktion und Wirksamkeit von Lr34 besser zu verstehen», sagt Teresa Koller, Postdoktorandin in der Gruppe von Beat Keller. Die Durchführung der Feldversuche ist von Frühling 2019 bis Herbst 2023 vorgesehen.

Medienmitteilung UHZ

 

 

Silvie Cuperus

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