Wie weiter nach den Crispr-Babys?

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Ein chinesischer Wissenschaftler verkündete vor zwei Wochen, Säuglinge mit künstlich verändertem Erbgut auf die Welt gebracht zu haben (Symbolbild). (Grafik: Shutterstock)

Der Chinese He Jiankui hat verantwortungslos gehandelt, sagt Jacob Corn im Zukunftsblog der ETH.

Wir befinden uns in einer historisch bedeutenden Zeit: Dank den wissenschaftlichen Fortschritten der letzten Jahrzehnte wissen wir sehr viel über genetische Krankheiten. Ausserdem haben wir Grund zur Hoffnung, solche Krankheiten in Zukunft mit Genom-Editierungs-Technologien wie Crispr/Cas heilen zu können. Solche Methoden werden derzeit entwickelt. Aber sie sind längst noch nicht bereit, um damit die Keimbahn von Menschen zu verändern. Sie dennoch schon einzusetzen, um damit Säuglinge mit veränderter Keimbahn auf die Welt zu bringen, wie das der chinesische Wissenschaftler He Jiankui kürzlich gemacht zu haben behauptet hat, ist unverantwortlich.

Dennoch dürfen wir die Keimbahntherapie nicht verteufeln.Viel eher braucht es nun eine ernsthafte Diskussion über die möglichen Vor- und Nachteile der Keimbahn-Editierung sowie eine durchdachte Regelung, die missbräuchliches Handeln verbietet und gleichzeitig die Behandlung von Patienten, die darauf angewiesen sind, ermöglicht.

ETH Zukunftsblog

 

Silvie Cuperus

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