Einzigartiger Impfstoff-Ansatz - Sporen gegen Corona

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Die markanten Hüllproteine des Virus stehen im Visier des Impfstoff-Projekts von Cornel Fraefel aus der Vetsuisse-Fakultät. (Bild: istock/narvikk)

Mit einem neuartigen Impfstoff-Verfahren möchte der Virologe Cornel Fraefel Sars-CoV-2 unter Kontrolle kriegen. Der Schweizerische Nationalfonds gibt ihm den nötigen Kredit und finanziert das überraschende Projekt.

Was die Forscher anstreben, ist eine Impfung durch Sporen des Bakteriums Bacillus subtilis – ein Vakzin, das man einfach schlucken könnte und sich nicht ins Blut spritzen muss. Die mikroskopisch kleinen Sporen sind hitzestabil, resistent gegen Umwelteinflüsse und damit gut halt- und transportierbar. Sie brauchen keine aufwendige Kühlung, wie dies bei vielen Impfstoffen nötig ist, was ihre Anwendung zum Beispiel in ländlichen Gebieten von Entwicklungsländern erleichtert. Einmal geschluckt, passieren die Sporen von B. subtilis den Magen und entfalten im Dünndarm ihren Impfschutz. Kurz: Sporen sind die ideale Darreichungsform einer Impfung, wenn sie denn funktioniert.

Davon ist Cornel Fraefel überzeugt. Basis des Impfschutzes ist eine gentechnische Veränderung des bakteriellen Erbgutes, in das die genetische Bauanleitung von Hüllproteinen des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 eingebaut wird.

Dank der Zusage des Nationalfonds macht sich Fraefels Gruppe nun unter Hochdruck an die Entwicklung des zukunftsträchtigen Impfstoffs.

Artikel «UZH News»

Silvie Cuperus

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